Das Gedankenkarussell anhalten.

Ich werde ab und an mal gefragt, wie ich das mache, das Gedankenkarussell anhalten. Gerade nach dem Zubettgehen kommt der Körper zur Ruhe aber die Gedanken wollen keine Ruhe geben. Es gibt viele Methoden, zwei habe ich ausprobiert und für mich als heilsam befunden.

Ich nehme die Gedanken und Probleme wahr, bedanke mich bei ihnen, dass sie mir bewusst werden, stelle mir im Bett liegend einen großen Pappkarton vor und lege sie dort hinein. Dann verspreche ich ihnen, dass ich mich am nächsten Tag (oder nächste Woche, je nachdem) um sie kümmere. Gedanklich verschließe ich den Karton, wenn nötig fest mit Paketband. Dann nehme ich den verschlossenen Karton uns stelle ihn in ein anders Zimmer.

Eine andere Möglichkeit, die bei mir gut funktioniert ist diese:
Ich zähle in Gedanken meinen Atem. Also ich sage mir während des Einatmens „einatmen, eins“ und während des Ausatmens „ausatmen, eins“. Beim nächsten Einatmen „einatmen, zwei“ und beim Ausatmen „ausatmen, zwei“ usw. Dabei achte ich beim Einatmen auf das Heben und beim Ausatmen auf das Senken der Bauchdecke. Sobald meine Gedanken abschweifen, also sie nicht mehr beim Verfolgen des Ein- und Ausatmens sind, fange ich wieder von vorn an zu zählen. Das ist eine gute Methode, um das Gedankenkarussell anzuhalten. Es funktionierte nicht beim ersten Mal, aber mit ein bisschen Übung klappte es dann. Ist ein bisschen wie Schäfchen zählen. Durch die Konzentration auf das Heben und Senken der Bauchdecke wird der Vorgang noch verstärkt.

 

Auch beide Strategien in Kombination können gut funktionieren. Also erst alle Gedanken und Sorgen in einen Karton oder eine Kiste packen und dann zählen.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0