Herbstblues? Die Tage werden kürzer, die Sonne zeigt sich nur noch selten.

In dieser Jahreszeit steht uns weniger Tageslicht zur Verfügung. Unser Körper und unsere Psyche bekommen das zu spüren. Manchen Menschen macht das weniger, manchen macht das mehr aus.

 

Es gibt immer mal wieder Tage, an denen du dich unwohl fühlst und Lust auf gar nichts hast? Vielleicht stellst du dir sogar die Frage nach dem Sinn des Lebens?

 

Das ist in der lichtarmen Zeit ganz normal und nichts, was dich beunruhigen muss.  

 

Aus meiner Erfahrung heraus macht es Sinn, für solche Fälle eine Motivationsliste zu haben, die ich mir zu Hilfe nehmen kann.

 

Als mir diese Idee kam, dachte ich, es wäre ausreichend, solch eine Liste nur im Kopf zu haben. Im „Notfall“ könne ich mich erinnern, was darauf steht. Doch die Praxis lehrte mich, dass mir an Tagen, an denen mir ringsum alles düster und sinnlos erscheint, mein Gedächtnis einen Streich spielt. Ich bin dann eher nicht in der Lage, zu überlegen „Was würde mir jetzt Freude machen?“. Im Gegenteil: Mein erster Impuls in solchen Situationen ist, mich zu verkriechen und mir meine eigenen negativen Gedanken zu bestätigen.  „Es geht mir schlecht, alles ist blöd. Wo ist der Sinn?„

 

Vielleicht kennst du das auch? Sich selber bemitleiden!  

 

Für mich gibt es nur zwei Möglichkeiten:

 

  Im eigenen Mitleid baden, sich schlecht fühlen und abwarten, ob es besser wird.

 

  o d e r

         

Ein Blick auf die Liste und sich bewusst machen, was das eigene Leben ausmacht.

 

Die Liste könnte so aussehen: 

Raus in die Natur, egal, welches Wetter! Ich selber gehe gern raus, wenn Regen bereits Pfützen gebildet hat. Ich streife über die Felder und tapse durch den Matsch wie ich es als Kind tat. Das macht einen riesen Spaß. Dabei ist es mir egal, ob die Klamotten später in die Waschmaschine müssen oder nicht.

 

Ich bin stolz auf mich, weil …

Die Vervollständigung dieses Satzes finde ich besonders wertvoll. Jeder von uns, aber auch wirklich jeder, hat in seinem Leben bereits etwas geschafft, was ihn stolz auf sich selbst sein lässt. Wenn dir nicht gleich etwas einfällt, dann nimm dir etwas Zeit. Ich bin sicher, dass dir etwas einfallen wird. Es sind nicht immer große sondern auch kleine Dinge auf die wir stolz sein können.

 

Eine Freundin oder einen Menschen meines Verstauens anrufen. Oft hilft ein Gespräch bereits, die dunklen Wolken in meinem Kopf zu vertreiben. In der heutigen Zeit sind wir alle gut vernetzt. So funktioniert es auch gut über digitalen Austausch.

 

Der Kontakt mit Kindern oder Tieren hilft mir immer sehr gut. Sie sind so sorglos und herzerfrischend, dass sie mich jedes Mal daran erinnern, dass wir Erwachsenen es durchaus leichter angehen können.

 

Ja ich weiß, wie schwer es ist, an Tagen, an denen alles düster erscheint, den inneren Schweinehund zu ignorieren. Meine Erfahrung jedoch zeigt, dass es sich bisher immer gelohnt hat, die verbliebenen Energiereserven zu mobilisieren und loszulegen.

 

Probiere es aus und wenn du magst, erzähle uns von deinen Erfahrungen und hinterlasse gern einen Kommentar. Was tut dir gut in der dunklen Jahreszeit?

 

Deine Geschichte ist wertvoll für alle Menschen.

 

Nachtrag:

Heute, 05.11.2016, ist der Himmel wie verschleiert. Es ist diesig und nur wenig Licht dringt hindurch.

 

Gegen 8 Uhr bin ich ausgeschlafen und entschließe mich spontan: Mütze auf, Jacke und Laufschuhe an, Walkingstöcke hervorgeholt und raus in die Natur. Als das Geplapper in meinem Kopf aufhört, kann ich jeden Schritt genießen. Nach 1 1/2 Stunden komme ich gut gelaunt wieder zu Hause an. Eine Dusche erfrischt mich und so kann das Wochenende beginnen.

 

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